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  • Ts-223 Diplomatic transcription
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  • Ts-223,252[3]et253[1]
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                  Ob etwas mit Recht der Satz genannt wird “X ist unbeweisbar”, hängt davon ab, wie wir diesen Satz beweisen. Nur der Beweis zeigt, was als das Kriterium der Unbeweisbarkeit gilt. Der Beweis ist ein Teil des Systems von Operationen, des Spiels, worin der Satz gebraucht wird, und zeigt uns seinen ‘Sinn’.
                  Es ist also die Frage ob der “Beweis der Unbeweisbarkeit” ˇvon p hier ein triftiger Grund ist zur Annahme daß ein Beweis von p nicht gefunden werden wird.
Ts-223,253
– 253 –

                  Der Satz “p ist unbeweisbar’ hat einen andern Sinn, nach dem, – als ehe er bewiesen ist.
                  Ist er bewiesen, so ist er die Schlussfigur des Unbeweisbarkeitsbeweises. – Ist er unbewiesen, so ist ja noch nicht klar, was als Kriterium seiner Wahrheit zu gelten hat, und sein Sinn ist – kann man sagen – noch verschleiert.

 

(2015–) Wittgenstein Source Bergen Nachlass Edition (WS-BNE). Edited by the Wittgenstein Archives at the University of Bergen under the direction of Alois Pichler. In: Wittgenstein Source, curated by Alois Pichler (2009–) and Joseph Wang-Kathrein (2020–). (N) Bergen: WAB.




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