Wenn nun eine rote Blume da war; wozu brauchte er das rote Bildchen? Denn wenn er die Farbe des Bildchens als rot anerkannt hat

warum dann nicht gleich die Farbe der Blume. Nun wird man sagen er erkenne ja die Farbe des Bildes gar nicht als rot an denn dieser Vorgang ist nur mit dem farbigen Vorbild möglich. denn es heißt die Farbe dieser Blume als rot anerkennen nichts anderes als sie als farbengleich anerkennen mit dem Täfelchen auf dem das Wort ‘rot’ steht. Gewiß, in diesem Sinne kann man dann das rote Täfelchen |Vorbild selbst

nicht als rot anerkennen (es ist so durch Definition).
Und das heißt es ist ein anderes Spiel mit einem bestimmten Täfelchen herumgehen es an die Gegenstände anzulegen & so die Farbengleichheit zu prüfen; und anderseits: ohne ein solches Täfelchen nach Wörtern in einer Wortsprache zu handeln. Man denkt nun: Ja das erste Spiel verstehe ich; das ist ja (auch) ganz einfach: der erste Schritt ist der von einem geschriebenen Wort auf das

gleiche geschriebene Wort auf dem Muster der zweite ¿ist¿ der Übergang von einem Wort auf dem Täfelchen zu der Farbe auf dem gleichen Täfelchen & der dritte das vergleichen von Farben. Jeden Schritt dieses Kalküls gehen wir also auf einer Brücke. (Wir sind geführt, der Schritt ist vorgezeichnet.)
     Aber wir sind doch hier nur insofern geführt als wir uns führen lassen. Auf diese Weise kann ich ¿alles¿ & muß ich nichts ¿eine¿

Führung nennen. — Und am Schluß tu ich, was ich tue & das ist Alles.